Euskirchen – Nicht nur Startups zieht es in die Ideenfabrik: Mit einem neuen Format für die medizinische Vernetzung in der Region geht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Euskirchen dort bald an den Start: Am Mittwochabend, 15. April findet in der Alten Tuchfabrik erstmals der „Euskirchener Ärztedialog“ statt. Ziel des innovativen Formats ist es, Ärztinnen und Ärzte aus Praxen und Kliniken sowie den medizinischen Nachwuchs in einen offenen fachlichen Austausch zu bringen – bewusst jenseits klassischer Kongressformate. Unterstützt wird die „Veranstaltung mit Event-Charakter“, die unter der Schirmherrschaft der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) steht, von zahlreichen regionalen Partnern.
„Im Mittelpunkt soll der Dialog auf Augenhöhe stehen“, betont Alexander Schiffmann, Schulleiter der DRK Rettungsdienst-Akademie Euskirchen. Frank Gummelt, Kreisverbandsarzt und Kreisvorsitzender der KVNO stimmt zu: „Wir wollten bewusst nicht die 18. Fortbildungsveranstaltung machen. Sondern ein interessantes Mischkonzept, das der regionalen Vernetzung aller hiesigen Mediziner dient, egal ob niedergelassen oder am Krankenhaus beschäftigt – inklusive derer, die sich noch im Praktischen Jahr befinden. Denn die möchten wir ja nach Möglichkeit danach gerne bei uns behalten.“ Auch auf die begehrten Fortbildungspunkte müssten die Teilnehmer nicht verzichten, verspricht Frank Gummelt: „Der Zertifizierungsprozess läuft.“
Statt Frontalvorträgen und Produktpräsentationen setzt das DRK auf ein persönliches, regionales Format, das Fortbildung, Diskussion und Vernetzung miteinander verbindet. Die Idee ist aus der Praxis entstanden: „In Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten wurde immer wieder deutlich, dass der fachliche Austausch im Alltag oft zu kurz kommt“, sagt Alexander Schiffmann. Genau hier setzt der Ärztedialog an, als Plattform, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und die Zusammenarbeit in der Patientenversorgung stärkt. Spätestens bei der Flutkatastrophe habe man gelernt, wie wichtig ein funktionierendes regionales Netzwerk sei.
Run auf die Plätze: Noch sind Anmeldungen möglich
Rund 100 Teilnehmende werden erwartet, ergänzt durch Fachvorträge, einen moderierten Paneltalk und Zeit für Gespräche in entspannter Atmosphäre. „Weniger Einzelkampf, mehr Teamplay“, wünscht sich Organisator Alexander Schiffmann, der verrät, dass der Run auf die hundert Plätze bereits in vollem Gange ist. „Wer sich noch anmelden möchte, muss Gas geben.“
Inhaltlich widmet sich die Premiere dem Thema Nierenerkrankungen und beleuchtet dieses aus hausärztlicher, klinischer und fachärztlicher Sicht. Damit greift die Veranstaltung bewusst ein Thema auf, das die Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung besonders deutlich macht. Moderiert wir das Event von Hörfunkjournalistin Magdalena Gorecki. Professor Dr. med. Christoph Hammerstingl, Leiter der kardiologischen Abteilung am Kreiskrankenhaus Mechernich klärt in seinem Vortrag mit dem Titel „Zwei Organe, ein Problem – Herz trifft Niere“ auf. Während Frank Gummelt als Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin und Reisemedizin über „Möglichkeiten und Grenzen in der Diagnostik und Therapie nierenspezifischer Erkrankungen in der hausärztlichen Versorgung“ sprechen wird. Einen Blick auf Nierenerkrankungen aus nephrologischer Perspektive wirft Dr. Thomas Ackermann vom Nierenzentrum „Eifeldialyse“ in seinem Fachvortrag über „Ambulante Versorgung, Schnittstellen und Langzeitbetreuung“. Gemeinsames Ziel aller vortragenden Ärzte – wie auch der Veranstalter – ist es, die Zusammenarbeit in allen Versorgungsbereichen zu stärken und eine koordinierte Patientenversorgung zu fördern.
Getragen wird der Ärztedialog vom DRK-Kreisverband Euskirchen, unterstützt von Partnern aus dem regionalen Gesundheitswesen und unter der Schirmherrschaft der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung über die website www.aerztedialog.eu jedoch erforderlich.
pp/Agentur ProfiPress
